JupalerInnen Porträt: Glenn Steiger

Jupa Porträt 27.06.2016

Glenn Steiger (18), Präsident Jugendparlament Schwarzbubenland und Aktuar Jugendparlament Kanton Solothurn, Maturand

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Mein politisches Interesse ist bereits früh erwacht. Im Alter von acht Jahren schrieb ich meinen ersten Beschwerdebrief an einen Bundesrat, bald begann ich, regelmässig Zeitung zu lesen und mich zu informieren. Nie stellte ich mir die Frage, weshalb man sich engagieren sollte. Freiwilligenarbeit ist für mich in einer Basisdemokratie selbstverständlich und ausserordentlich wichtig. Die vielseitige Schweiz lebt gerade von unserem Engagement in Vereinen, Parteien und Kommissionen.

Die Anliegen der Jungen vertreten

Das Jugendparlament bietet den Jugendlichen eine ideale Gelegenheit, sich schon früh politisch zu engagieren. Ich bin mir sicher, dass aus unseren Reihen in Zukunft noch einige Gemeinderäte hervorgehen werden. Doch das Jugendparlament dient nicht nur der praktischen politischen Bildung. Wir haben bereits mehrere Podien vor den Abstimmungen und Wahlen organisiert. Ausserdem arbeiten wir in verschiedenen Projektgruppen an lokalen und regionalen Anliegen. Wir sind bereits jetzt ein wichtiges Bindeglied zwischen den Behörden und den Jugendlichen. 

Ein Jugendparlament für die Randregion

Randregionen sind besonders darauf angewiesen, dass sich Einwohner gemeinsam für sie starkmachen. Zusammen mit einem Jugendarbeiter startete ich 2012 das Projekt «Jugendparlament Schwarzbubenland». Anfänglich glaubten wir kaum an den Erfolg dieser Idee, denn das Schwarzbubenland umfasst 23 Gemeinden, die wiederum in mehrere kleine Regionen unterteilt sind. Wohl gerade wegen der Distanz zur Kantonshauptstadt Solothurn wollten sich viele Junge politisch engagieren. Im November 2014 gründeten wir schliesslich das Jugendparlament. Mittlerweile zählt es bereits mehr als 25 Mitglieder aus allen Teilen der Region. Kein Jahr nach der Gründung unterstützen uns ausserdem fast alle der 23 Gemeinden mit zehn Rappen pro Einwohner auch finanziell.

Erschienen im März 2016, in der Zeitschrift Schweizer Gemeinde

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JupalerInnen Porträt: Lorenz Gehrig

Jupa Porträt 20.06.2016

Lorenz Gehrig (17), Jugendparlament Region Fraubrunnen

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Ich bin seit zwei Jahren Teil des Jugendparlaments Region Fraubrunnen, kurz JupF. Mein Name ist Lorenz Gehrig, ich bin 17 Jahre alt und besuche zurzeit das Gymnasium Neufeld in Bern.

Das erste Mal in Kontakt gekommen bin ich mit dem JupF als 7.Klässler an der Sportnight. Das ist ein vom JupF organisierter Event, an dem Schüler von der siebten bis neunten Klasse von 23 Uhr bis 3 Uhr morgens die Möglichkeit haben in der Turnhalle Sport zu treiben. Ich war so begeistert von dieser Idee, dass ich 2 Jahre später dem JupF beitritt und in der Projektgruppe Sportnight mitmachte. Heute bin ich, zusammen mit Kaspar Hafner, Co-Präsident des JupF und habe damit die Aufgabe, Sitzungen zu planen und zu leiten. Unser Jugendparlament hat im Moment rund 8 Aktivmitglieder, was vergleichsweise eher wenig ist. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern, doch es ist schwierig, Leute zu finden, die mitwirken wollen. Trotzdem führen wir mehrere Projekte pro Jahr durch, sogar mehr als manch grössere Jugendparlamente. Neben der Sportnight organisieren wir immer wieder Podiumsdiskussionen zu politischen Themen, welche die Jugendlichen betreffen. Dazu kommen Anlässe wie die Badinight (ein Pendant zur Sportnight, jedoch im Freibad) und der Abschlussball der neunten Klasse. Vor drei Jahren führte das Jugendparlament Region Fraubrunnen die JPK, das Treffen aller Jugendparlamente des Dachverbandes Schweizer Jugendparlamente DSJ, durch. Ich habe Freude an der Arbeit im Jugendparlament, weil sie so vielfältig ist. Ich komme so ins Gespräch mit Jugendarbeitern, Schulleitern und Lehrern, Gemeinderäten und Gemeindearbeitern und vielen anderen. Zudem lernt man reichlich neue Menschen aus der ganzen Schweiz kennen. Ich möchte etwas verändern können in meiner Gemeinde und das Jugendparlament ist für mich der beste Weg dazu. 

JupalerInnen Porträt: Stefanie Zesiger

Jupa Porträt 14.06.2016

Stefanie Zesiger (20), Studentin, Vorstandsmitglied Jugendparlament Biel

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Als ich mit 17 Jahren erstmals etwas vom Jugendparlament Biel hörte, liess mich mein politisches Interesse nicht zögern, sofort beizutreten. Zwar war ich damals noch nicht stimmberechtigt, sah nun aber konkrete Möglichkeiten, mich aktiv der Politik zu nähern, mit Hilfe von Projekten Dinge zu verändern, ernstgenommen zu werden. Inzwischen bin ich zwanzig, studiere Internationale Beziehungen und bin dankbar für all die bisher gemachten Erfahrungen im Jugendparlament Biel.

Jung sein und mitwirken- das Motto des Jugendparlaments Biel

Wir bieten Jugendlichen die Gelegenheit, ihr Umfeld aktiv mit- und umzugestalten.

Halbjährlich werden an Sessionen Projektideen gesucht und geprüft, um anschliessend gruppenweise realisiert werden zu können. So haben wir beispielsweise während drei Wochen am Strandboden Biel Mülltrennstationen aufgestellt, bewirtschaftet und mit unseren Resultaten und Erkenntnissen die Stadt Biel dazu bewegen können, das Projekt mindestens einen Sommer lang selber weiter zu führen. Mit einem gelungenen Jugendfestival wurde eine weitere Projektidee umgesetzt und ebenfalls auf grossen Anklang stiess das Urban Gardening Projekt.

Seit der letzten Session im September verfolgt eine Arbeitsgruppe die Idee von Sportanlässen mit Asylbewerbern, eine andere Gruppe prüft Umsetzungsmöglichkeiten, die Bieler Busstationen attraktiver zu gestalten.

Seit kurzem organisieren wir auch Diskussionen und politische Filmabende.

Etwas Geschichte

Auf eine Initiative hin, wurde 2011 das Jugendparlament Biel als zweijähriges Pilotprojekt gestartet. Nach einer bürokratischen Anfangsphase verliessen die Gründerinnen das Jugendparlament, der Nachwuchs fehlte, das Jugendparlament drohte einzuschlafen. Dank den bestehenden Grundlagen konnte ich es gemeinsam mit Anna Keller und Cilio Minella wieder ins Rollen bringen. Heute sind wir mit 20 Aktivmitgliedern und vier laufenden Projekten etabliert.

 

Erschienen im April 2016 in der Zeitschrift Schweizer Gemeinde

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Youth Parliament Swiss Abroad

Jupa Medienbeitrag 08.06.2016

In einer Serie stellt swissinfo.ch die Mitglieder des Auslandschweizer Jugendparlaments vor.

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