Cassis und Parmelin wurden für Jugendparlamente verjüngt

Medienmitteilung 21.02.2018

Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ besuchte die Bundesräte Ignazio Cassis und Guy Parmelin zu einer persönlichen Übergabe ihres jugendlich "umgestylten" Portraits aus der youpa-Kampagne "Mach die Schweizer Politik jugendlicher". Jugendparlamente bieten Partizipationsstrukturen für Jugendliche und fördern das langfristige politische Engagement. Der DSJ nutzte den Besuch, um die Rahmenbedingungen der politischen Nachwuchsförderung in der Schweiz zu diskutieren.

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Herzlicher hätten die Reaktionen der Bundesräte auf ihre „verjüngten“ Portraits für den Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ nicht ausfallen können. Mit Begeisterung meinte Bundesrat Ignazio Cassis: „Das T-Shirt könnte meines gewesen sein, ich war ein totaler Fan von Supertramp!“. Bundesrat Guy Parmelin bekennt erstaunt: „Was mich am meisten beeindruckt sind die Tattoos – ich habe keine!“.

Die „verjüngten“ Portraits sind Teil der youpa-Kampagne „Mach die Schweizer Politik jugendlicher“ mit welcher der DSJ Jugendliche für das Engagement in einem Jugendparlament sensibilisieren möchte. Die Kampagne verdeutlicht humorvoll, wie weit Politik normalerweise von der Jugend entfernt ist. Mit der Kampagne werden die Schweizer Jugendlichen aufgefordert, sich stärker für ihre eigenen Interessen politisch zu engagieren.

Jugendparlamente als bewährte Form der politische Nachwuchsförderung

Jugendparlamente und Jugendräte sind bewährte Strukturen für die politische Partizipation von Jugendlichen und bieten attraktive Einstiegsmöglichkeiten in die Politik. Die aktuell mehr als 70 Jugendparlamente in der Schweiz führen eigene Projekte durch, bringen Anliegen im politischen Prozess ein und sind in Jugendfragen Ansprechpartner für Behörden und Politik. Der Einstieg in die Politik war für Bundesrat Guy Parmelin besonders von der Motivation seines persönlichen Umfelds geprägt: „Ich hatte die Chance, dass meine Familie und mein Lehrer mir die Politik schmackhaft machten.“ Verschiedene Studien zeigen, dass ca. 10 % aller Jugendlichen sich in einem Jugendparlament, einem Jugendrat oder einer ähnlichen Organisation engagieren möchten. Bundesrat Cassis meinte in Bezug auf den Politeinstieg: „Wichtig ist, dass die Jungen lernen, dass es im Konstrukt eines Parlaments darum geht, andere zu verstehen, auch wenn sie eine ganz andere Weltanschauung haben.“ Die demokratische Diskussionskultur ist gemäss DSJ-Geschäftsleiter Maurus Blumenthal ein zentrales Gut der Jugendparlamente und ein Förderziel des DSJ. Blumenthal betonte bei dem Treffen mit den Bundesräten ausserdem: „Damit das direktdemokratische System der Schweiz langfristig funktionieren kann, sind Investitionen in die politische Nachwuchsförderung nötig. So wie es im sportlichen und kulturellen Bereich sehr breit angelegte Fördermassnahmen für Jugendliche gibt, sollte dies auch in der Politik sein.“

Gemeinden sollen in ihren Politnachwuchs investieren

Nachdem fast jeder Kanton ein kantonales Jugendparlament hat, will der DSJ vor allem auf lokaler und regionaler Ebene neue Strukturen schaffen. Das Potenzial und das Bedürfnis für die politische Nachwuchsförderung in den Gemeinden sind vorhanden; Die Gemeinden haben es selber in der Hand, es zu nutzen und darin zu investieren. Und es tut sich was. Und es tut sich was. Ende Januar hat der Gemeinderat Heimberg (BE) nach einer vierjährigen Versuchsphase beispielsweise grünes Licht für die definitive Einführung eines Jugendrats gegeben. Am Freitag, 23. Februar findet im Tessin die Gründungsversammlung des Consiglio Giovani Biaschesi (CGB) statt. Für 2018 sind beispielsweise weitere Gründungen im luzernischen Surental, in Greifensee sowie in der Waadtländer Montreux-Riviera geplant.

Clip zum Besuch

 

Kontakt

  1. Maurus Blumenthal, Geschäftsleiter DSJ, maurus.blumenthal @ dsj.ch, +41 79 394 52 86
  2. Patrizia Nideröst, Bereichsleiterin Jugendparlamente, patrizia.nideroest @ dsj.ch, 079 482 13 87

 

Die Schweiz verändern – so einfach wie Zähne putzen!

Verändere die Schweiz 19.02.2018

Die Schweiz zu verändern war noch nie so einfach! Vom 19. Februar bis zum 25. März können alle in der Schweiz lebenden Jugendlichen ihre Ideen und Anliegen zur Zukunft der Schweiz auf engage.ch einreichen. Wie bereits letztes Jahr werden anschliessend die dreizehn jüngsten National- und StänderätInnen ihre Favoriten aussuchen und diese in die nationale Politik einbringen. Das Projekt "Verändere die Schweiz!" des DSJ ist die einfache Möglichkeit, die Schweiz zu verändern – genauso einfach wie Zähne putzen.

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Auch dieses Jahr macht das Projekt "Verändere die Schweiz!" es wieder möglich, in der nationalen Politik etwas zu verändern. Alles, was es dazu braucht, ist eine innovative Idee oder ein persönliches Anliegen, mit der die Zukunft der Schweiz mitgestaltet werden kann. Das Anliegen oder die Idee kann per Postkarte oder online via www.engage.ch eingereicht werden. Die Kampagne, welche fünf Wochen dauert, macht deutlich, wie einfach es ist, eine Idee oder ein Anliegen einzureichen: nämlich so einfach wie Zähne putzen oder ein Selfie zu machen. Mit einem Informationsclip von easyvote, einem Programm des DSJ, und multimedialen Inhalten auf Social Media werden die Jugendlichen abgeholt: Online wird ihnen aufgezeigt, dass Politik alle betrifft und dass es allen offensteht, mitzureden.

Ergebnisse aus dem letzten Jahr

Bereits im Frühjahr 2017 hatten die in der Schweiz lebenden Jugendlichen die Möglichkeit ihre Ideen und Anliegen für eine veränderte Schweiz auf www.engage.ch zu posten. Mehrs als 700 Jugendliche aus allen Landesteilen haben damals ihre Anliegen mit den jüngsten National- und StänderätInnen geteilt. Diese haben sich daraus ihre Favoriten ausgesucht und als politische Vorstösse ins Bundeshaus gebracht. Das Postulat (17.4017) des Luzerner Ständerats Damian Müller zu den Chancen von „civic tech“ hat der Bundesrat bereits zur Annahme empfohlen und wird in der kommenden Session auch im Parlament behandelt werden. Der FDP-Politiker zeigt sich begeistert vom Projekt und den Anliegen der Jugendlichen: "Die Ideenvielfalt ist hervorragend! Nur gemeinsam gestalten wir die Schweiz, deshalb ist dieses Projekt für mich eine Herzensangelegenheit." Das Projekt konnte neben den nationalen Erfolgen auch international bereits für Aufsehen sorgen. Bei den "Innovation in Politics Awards" wurde engage.ch aus 589 Projekten von über 1000 Juroren zu den innovativsten in ganz Europa gewählt.

Die 13 jüngsten National- und StänderätInnen sind am Projekt beteiligt

Für „Verändere die Schweiz!“ kann der DSJ wieder auf die Unterstützung der National- und StänderätInnen aus dem letzten Jahr zählen. Neu sind neben Damian Müller (FDP), Lisa Mazzone (Grüne), Cédric Wermuth (SP), Marco Romano (CVP), Lukas Reimann (SVP), Mattea Meyer (SP), Philippe Nantermod (FDP), Mathias Reynard (SP), Christian Imark (SVP), Nadine Masshardt (SP) und Rebecca Ana Ruiz (SP) auch die nachgerückten Politikerinnen Irène Kälin (Grüne) und Diana Gutjahr (SVP) dabei. Indem jedeR ParlamentarierIn mindestens ein Anliegen auswählt und im Bundeshaus einbringt, werden die Jugendlichen dabei unterstützt mit ihren Ideen die Schweiz zu verändern. Die Jugendlichen, deren Ideen und Anliegen ausgewählt werden, treffen die PolitikerInnen in der Sommersession im Bundeshaus. Dort besprechen sie gemeinsam ihr Anliegen und formulieren es so, dass es umgesetzt werden kann.

 

Kontakt und weitere Informationen

Melanie Eberhard, Projektleiterin engage.ch, 031 384 08 06, 079 935 50 55, melanie.eberhard @ dsj.ch

Plattform engage.ch

Projektbeschrieb 

Digitale Innovation in der Politik gefordert

Medienmitteilung 07.12.2017

Am Abend des 6. Dezember fand im Wiener Rathaus die Preisverleihung der europäischen „Innovation in Politics Awards 2017“ statt. Zwei Schweizer Projekte standen im Finale – mit dabei die Partizipationsplattform engage.ch des Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ, zusammen mit den elf jüngsten National- und StänderätInnen. Der DSJ entwickelt immer wieder neue innovative Angebote, um Jugendliche in ihrem Alltag abzuholen und in die Politik einzubeziehen. Der Verband setzt dabei sowohl auf digitale Lösungen als auch auf das persönliche Gespräch.

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Damien Richard, Vorstandsmitglied des DSJ, und Melanie Eberhard, Projektleiterin von engage.ch, sind am Mittwoch, 6. Dezember persönlich nach Wien gereist, um beim Finale des „Innovation in Politics Award 2017“ mit dabei zu sein. Das DSJ-Projekt engage.ch, welches erstmals mit der Kampagne „Verändere die Schweiz 2017“ schweizweit Bekanntheit erlangte, zählte zu den 80 Finalisten von 589 nominierten politischen Projekten aus ganz Europa.

Zwei Schweizer Finalisten in der Kategorie „Demokratie“

Die Partizipationsplattform engage.ch wurde von einer Jury aus mehr als 1000 EuropäerInnen ins Finale der Kategorie „Demokratie“ gewählt. Die Freude über die Nominierung ist gross beim DSJ. Vorstandsmitglied Damien Richard berichtet begeistert vom gestrigen Abend: „Es ist eine tolle Chance für den DSJ, sich als Schweizer Jugendverband im europäischen Kontext zur politischen Innovation messen zu können. Der Erfahrungsaustausch mit ähnlichen Projekten aus ganz Europa bietet sich uns nicht alltäglich und weckt neue Ideen.“

Auch engage-Projektleiterin Melanie Eberhard ist erfreut über die Nomination und ist überzeugt, dass der DSJ mit engage.ch eine praxistaugliche Civic-Tech-Lösung entwickelt hat: „engage.ch bringt Personen mit politischen Ideen und Anliegen zusammen, die sich sonst nie getroffen hätten – so wie dies vergleichbar bei Tinder oder Parship der Fall ist. engage.ch bietet eine politische Matching-Möglichkeit an, um Ideen von Jugendlichen mit den passenden PolitikerInnen zusammenzubringen.“ Ebenfalls zu den Finalisten der Kategorie „Demokratie“ zählte das Projekt „glp lab – das offene Politlabor“ der Grünliberalen Partei Schweiz.

Politisches Crowdsourcing mit Wirkung  

Das Projekt engage.ch bietet Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Anliegen, ohne die Bedingung einer Parteizugehörigkeit, in die Bundespolitik einzubringen. Dies ist möglich dank der Unterstützung der elf jüngsten National- und StänderätInnen. Im Rahmen der engage-Kampagne „Verändere die Schweiz“ konnten im Frühjahr 2017 alle in der Schweiz lebenden Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren während fünf Wochen ihre Anliegen und Ideen an die Schweizer Politik auf der Onlineplattform www.engage.ch einreichen. Über 700 sehr unterschiedliche Ideen aus allen Sprachregionen der Schweiz und allen politischen Richtungen wurden so mittels politischem Crowdsourcing gesammelt.

Daraus haben die jüngsten National- und StänderätInnen wie Damian Müller, Lisa Mazzone, Cédric Wermuth, Marco Romano und Lukas Reimann je eines der Anliegen ausgewählt und die politischen Umsetzungsmöglichkeiten mit den entsprechenden Jugendlichen im Bundeshaus besprochen. Die meisten der elf Anliegen der Kampagne „Verändere die Schweiz 2017“ wurden inzwischen von den PolitikerInnen in Form von parlamentarischen Vorstössen eingereicht oder auf anderen Wegen in die nationale Politik eingebracht. Erst Anfang dieser Woche reichte der jüngste Ständerat Damian Müller das Anliegen des einundzwanzigjährigen Janik Steiner als Postulat ein. Das Postulat fordert die Prüfung von CivicTech-Massnahmen, um BürgerInnen durch digitale Möglichkeiten besser und interaktiver an politischen Prozessen auf Bundesebene beteiligen zu lassen. Wie das Projekt engage.ch zeigt, kann mit einer guten Schnittstelle zwischen digitaler und analoger Partizipation sowie dem echten Willen der zuständigen EntscheidungsträgerInnen durchaus eine Wirkung erzielt werden. Ab dem 19. Februar 2018 geht die Kampagne „Verändere die Schweiz“ in eine zweite Runde.

Innovation für die politische Nachwuchsförderung

Der DSJ, als Kompetenzzentrum für die politische Partizipation und die politische Bildung der Jugendlichen, setzt bei seinen Angeboten zur politischen Nachwuchsförderung auf innovative Ansätze, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Politik näher zu bringen. Dabei spielt digitale Innovation eine wichtige Rolle. Dadurch können neue Möglichkeiten der Partizipation entstehen, wie dies bei engage.ch der Fall ist. Wichtig dabei ist, dass die digitalen Angebote eine Schnittstelle zur realen Politik haben. Das persönliche Gespräch ist noch immer die treibende Kraft, um in der Politik etwas bewirken zu können. Mit unterschiedlichen Angeboten möchte der DSJ die Jugendlichen in die politischen Partizipationsprozesse einbinden und sie dort abholen, wo sie sich im Alltag bewegen.

Das vom DSJ 2017 lancierte Angebot „easyvote-school“ verbindet digitale Unterrichtsmaterialien zu den Abstimmungsthemen mit interaktiven Podiumsdiskussionen in der Schulklasse. Für das Jahr 2018 ist die Ausdehnung dieses Angebots im Bereich der politischen Bildung auf die ganze Schweiz und die Weiterentwicklung von neuen interaktiven Zugängen zu den Abstimmungsthemen und zur politischen Meinungsbildung geplant. Mit dem Projekt „Speed Debating“ konnte der DSJ in diesem Jahr ein weiteres jugendgerechtes Angebot für politische Diskussionen weiterentwickeln. Beim dem vom Jugendparlament des Kantons Genf lancierten Format ist Flirten mit der Politik angesagt. Es handelt es sich, analog dem Speed-Dating, um eine Abfolge von kurzen Debatten in Rotation. Wenn die Trillerpfeife ertönt, werden Tisch und somit auch das Thema gewechselt.

Der DSJ ist als Jugendverband sehr nah an den Anliegen, Ideen und Ansprüchen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wenn es um die Politik geht. Dadurch kann er innovative und wirksame Angebote zur Förderung der politischen Partizipation von Jugendlichen und jungen Erwachsene entwickeln, die bei den Jugendlichen ankommen.

 

Kontaktpersonen für Rückfragen:

Maurus Blumenthal, Geschäftsleiter DSJ, maurus.blumenthal @ dsj.ch, +41 79 394 52 86

Valeria Pagani, Leitung Verbandskommunikation, valeria.pagani @ dsj.ch, +41 79 745 96 66

10 Jahre Jugendpolittag Solothurn

Medienmitteilung 08.11.2017

Heute fand in Solothurn der 10. Solothurner Jugendpolittag statt. Rund 80 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren diskutierten gemeinsam mit über 20 KantonsrätInnen über politische Themen und Anliegen. Mit dem Jugendpolittag wird seit zehn Jahren die politische Partizipation und politische Bildung der Jugendlichen im Kanton gefördert. Vor vier Jahren entstand daraus das Jugendparlament Kanton Solothurn, welches den Anlass gemeinsam mit dem DSJ organisierte.

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Der Jugendpolittag in Solothurn findet in dieser Form bereits zum 10. Mal statt. Rund 70 SchülerInnen aus 5 Klassen kantonaler Schulen, deren Lehrpersonen sowie weitere einzeln angemeldete junge Erwachsene trafen sich im Alten Spital Solothurn zum 10. Jugendpolittag. Gemeinsam erlebten sie einen Tag „Politik live“. Durch das Diskutieren von spezifischen politischen Themen erlernen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen Kompetenzen wie das Argumentieren und Kundtun ihrer Meinung. Am Jugendpolittag wird die Politik aus dem Blickwinkel der Jugendlichen betrachtet und Themen diskutiert, die sie betreffen und betroffen machen. Das Themenspektrum der heutigen Diskussionsrunden reichte von „Diskriminierung von Minderheiten“ bis hin zur „Legalisierung von Cannabis“. Weitere Themen waren der Datenschutz im Internet, die Flüchtlingspolitik, die politische Bildung und Mobilität.

Während es bei Diskussionsrunden beim Debattieren bleibt, geht der Jugendpolittag einen Schritt weiter: Das Nachmittagsprogramm beinhaltete die Ausarbeitung von Forderungen und Beschlüssen. Diese wurden gemeinsam mit den 21 am Jugendpolittag teilnehmenden Solothurner Kantonsrätinnen und Kantonsräten besprochen. Und zwar da, wo sonst die „gestandenen“ PolitikerInnen tagen – im Kantonsratssaal Solothurn. Kantonsratspräsident Urs Huber übergab den Lead direkt an die 80 Jugendlichen und jungen Erwachsenen: „Es ist eure Welt und heute ist euer Tag. Ihr könnt Forderungen stellen und zu den von euch ausgewählten Themen diskutieren. Nutzt diese Chance.“

Erfolgreiches Jugendparlament

Diese Chance genutzt hat eine Gruppe von Solothurner Jugendlichen bereits vor vier Jahren. Aus einer Diskussionsgruppe ist am Jugendpolittag 2013 das Jugendparlament Kanton Solothurn entstanden. Vier Jahre nach der Gründung organisiert der Verein nun gemeinsam mit dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ bereits die kantonale Veranstaltung „Jugendpolittag“ mit über 100 Teilnehmenden. Das Jugendparlament Kanton Solothurn ist eines von 69 Jugendparlamenten und Jugendräten in der Schweiz. In Jugendparlamenten können Jugendliche Verantwortung übernehmen, verschiedene Fähigkeiten des politischen Alltags erwerben und das ganze Jahr über konkret etwas gemeinsam bewirken. Dadurch fördern Jugendparlamente einerseits die politische Partizipation und betreiben andererseits Jugendförderung im politischen Bereich. Ein Beispiel dafür ist Organisation des heutigen Jugendpolittags. Jugendparlamente sind eine praxiserprobte Form der politischen Nachwuchsförderung für das politische Milizsystem – in ihnen steckt grosses Potenzial: Bundesratskandidat Pierre Maudet bezeichnet die Gründung des Jugendparlaments Genf als „seinen grössten politischen Erfolg“ und meinte: „Dieser Anfang spurte vieles von dem vor, was folgte.“