Jugendparlamentskonferenz in Neuchâtel vereint Jugend

Jupa News 21.10.2018

Vom 26. bis zum 28. Oktober treffen sich rund 180 Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland zur Jugendparlamentskonferenz JPK in Neuenburg. Die vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ und dem Parlement des Jeunes de la Ville de Neuchâtel (PJNE) organisierte Veranstaltung steht für eine freie und vereinte Jugend, ganz nach dem Motto „Une jeunesse libre et unie“.

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In Anlehnung an das diesjährige Motto vereint die JPK am letzten Oktoberwochenende politisch engagierte Jugendliche aus der ganzen Schweiz und Europa. Die Veranstalter der jährlich stattfindenden JPK dürfen dieses Jahr neben den 140 Jugendlichen aus 34 Schweizer Jugendparlamenten (Jupas) auch 24 TeilnehmerInnen aus sechs ausländischen Jugendparlamenten begrüssen.

Offiziell wird die diesjährige JPK durch die beiden Ständerate Didier Berberat (SP) und Raphaël Comte(FDP) eröffnet. Diese werden aber nicht die einzigen namhaften PolitikerInnen sein, denn so bietet die JPK mit den Speed Debatings am Samstag eine Zusammenkunft von lokalen und nationalen Politikern wie FDP-Nationalrätin Isabelle Moret, Parteipräsident der Grünliberalen Kanton Waadt François Pointet oder Nicolas Jutzet, Präsident der Jungfreisinnigen Neuchâtel.

Die JPK bietet ein vielseitiges Programm mit WorkshopsSpeed Debatings zu 13 aktuellen politischen Themen sowie verschiedene Ausflüge in und rund um Neuenburg. 

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Jungparteien und Jugendparlamente engagieren sich für Stärkung der politischen Bildung

GPP 06.10.2018

Die Soirée Politique des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente DSJ bot heute kantonalen Jugendparlamenten und Jungparteien Gelegenheit zum Austausch über die Stärkung der politischen Bildung. Rund 50 interessierte Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich dafür in Bern. Dabei wurde die konkrete Vorgehensweise zur Erhöhung des Stellenwerts von politischer Bildung in den einzelnen Kantonen besprochen. Alle Anwesenden stimmten überein, dass eine bessere Stellung von politischer Bildung in den Schulen dringend nötig ist. Die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen in diesem Bereich führt zur Wahrnehmung der politischen Pflichten von BürgerInnen und schliesslich zur langfristigen Erhaltung des politischen Systems der Schweiz.

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Die kantonalen Jungparteien und Jugendparlamente bringen sich mit ihrer politischen Arbeit immer wieder für die Stärkung der politischen Bildung ein. Mit der ersten Soirée Politique des DSJ vom 06. Oktober 2018 fand dafür ein Austauschanlass in Bern statt. Ziel des Anlasses war es, engagierten Jugendlichen, welche sich für eine Stärkung der politischen Bildung einsetzen, eine Austauschmöglichkeit über Kantons- und Parteigrenzen hinweg zu geben. Diese Möglichkeit ergab sich den Teilnehmenden bei Diskussionsrunden während des Abendessens. Verschiedene ReferentInnen aus Forschung und der Praxis gaben zuvor Einblicke in die Entwicklung der politischen Bildung in der Schweiz (Stefanie Marolf, PHZH), in die Praxis eines zweisprachigen Kantons (Carole Angéloz, Kanton FR)und in Meinungsumfragen zum Thema bei der Bevölkerung, insbesondere bei Jugendlichen (Cloé Jans, gfs.bern).

Forschung belegt einen hohen Stellenwert der politischen Bildung

Obwohl die BürgerInnen in der Schweiz durch die direkte Demokratie und das Milizsystem viel politische Verantwortung tragen, werden politisches Wissen und politische Kompetenzen in den Schweizer Schulen vergleichsweise wenig gefördert. Diese Förderung ist allerdings wichtig für die langfristige Erhaltung des politischen Systems der Schweiz. Nur wenige Kantone verfügen dabei über ein Schulfach politische Bildung. Die Förderung der politischen Bildung wird in weiten Kreisen der Gesellschaft als wichtiger Reformbaustein für das Schweizer Politsystem betrachtet. Dies zeigt auch eine Studie des Forschungsinstituts gfs.bern aus dem Jahr 2014. Auch die Jugendlichen selber geben der politischen Bildung einen hohen Stellenwert. Gemäss dem easyvote-Politikmonitor 2017 geben zwei Drittel der SchülerInnen der Sek-II-Ebene an, dass die politische Bildung für sie zentral sei. 

Ermutigende Entscheide aus den Kantonen AG und TI

In der Schweiz liegt die Kompetenz der Bildungspolitik grösstenteils bei den Kantonen; so auch im Bereich der politischen Bildung. Daher muss bei den Kantonen angesetzt werden, wenn die politische Bildung gestärkt werden soll. Die Teilnehmenden der Soirée Politique folgten diesem Ansatz. Während des Abendessens, das die Stiftung StrategieDialog21 offerierte, diskutierten die JungpolitikerInnen und JugendparlamentarierInnen darüber, wie die politische Bildung in ihrem Kanton gestärkt werden könnte. Möglichkeiten dafür sind politische Vorstösse und Volksinitiativen. Dass solche durchaus eine Chance haben, zeigen die Kantone Tessin und Aargau. In diesen wurde die Einführung eines Fachs politische Bildung durch das Volk oder die Regierung kürzlich beschlossen.


Kontakt: Maurus Blumenthal, Geschäftsleiter DSJ, maurus.blumenthal @ dsj.ch, +41 (0)79 394 52 86

„Mission engage“ startet am Freitag in Solothurn

Medienmitteilung 05.09.2018

Beim Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ spannen für das Jupa-Projekt 2018 die beiden Bereiche youpa und engage.ch zusammen und lancieren „Mission engage“. Zehn Jugendparlamente organisieren mit der Unterstützung des DSJ Events unterschiedlicher Art, um Anliegen der Jugendlichen ihrer Region zu sammeln und in Zusammenarbeit mit der Politik weiterzuverfolgen.

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Jedes Jahr führt der DSJ ein Jupa-Projekt durch, dass den 50 Mitgliedern des Dachverbands neben dem alltäglichen Support ein weiteres Instrument bietet, sich erfolgreich für die politische Partizipation und politische Bildung von Jugendlichen einzusetzen. 2017 führten zahlreiche Jugendparlamente sogenannte Speed Debatings durch, eine Art Kombination aus Speed Dating und politischen Debatten. Dieses Jahr kommen die Jugendparlamente in den Genuss von „Mission engage“.

Zehn Jugendparlamente begeben sich gemeinsam mit dem DSJ auf die Mission. Dabei werden mit Hilfe einer Kampagne die Anliegen aller Jugendlichen aus ihrer Gemeinde, Region oder ihrem Kanton über einen eigenen Kanal auf engage.ch gesammelt. Anschliessend werden diese an Veranstaltung gemeinsam mit lokalen PolitikerInnen diskutiert und Anliegen ausgearbeitet. 

Nachdem im Frühjahr das Pilotprojekt mit dem Conseil de jeunes du District de Nyon stattgefunden hat, sind weitere Veranstaltungen bekannt:

07. September 2018: Jugendsession, Jugendparlament Kanton Solothurn, Solothurn

05. Oktober 2018: Apéro mit Diskussionsrunde, Jugendparlament Kanton Schaffhausen, Schaffhausen

06. Oktober 2018: Messestand Züspa, Jugendparlament Kanton Zürich, Zürich

07. November 2018: Mission engage-Event, Jugendparlament Wauwil, Wauwil

10. November 2018: Jugendsession, Jugendparlament Kanton St. Gallen und beider Appenzell, Herisau AR

10. November 2018: Mission engage-Event, Conseil des Jeunes d’Yverdon, Yverdon

26. – 28. April 2019: Stand Frühlingsfest, Jugendrat Rapperswil-Jona, Rapperswil

Die Daten der Veranstaltungen des Parlement des Jeunes Genevois und des Conseil des Jeunes Broyards stehen noch nicht fest. Sie werden zu gegebener Zeit auch auf dem Veranstaltungskalender des DSJ publiziert: www.dsj.ch/eventsjugendparlamente.


Kontakt

Andreas Zoller, Teamleiter Gründungen und Support Jugendparlamente

andreas.zoller @ dsj.ch, +41 (0) 31 384 08 03

Ira Differding, Fachmitarbeiterin engage.ch

ira.differding @ dsj.ch, +41 (0) 31 384 08 06

Ersatz für Arbeitslosengeld und freie Hausbesetzung

"Verändere die Schweiz!" 11.06.2018

Kein Geld mehr für Arbeitslose – nur noch Darlehen, ein Logo für Palmöl auf Produkten oder erleichterte Hausbesetzung von leerstehenden Häusern wünschen sich unter anderem die Jugendlichen in der Schweiz. Sie haben im Frühjahr 2018 ihre Anliegen im Rahmen der Kampagne „Verändere die Schweiz!“ auf www.engage.ch eingereicht. 14 der Anliegen wurden nun von den 14 jüngsten National- und StänderätInnen zur Umsetzung auf nationaler Ebene ausgewählt und heute der Öffentlichkeit im Bundeshaus vorgestellt. Mit dem Projekt engage.ch betreibt der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ politisches Crowdsourcing und bringt dabei die Anliegen der Jugendlichen mit PolitikerInnen zusammen.

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Die SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr nimmt sich dem Anliegen der 16-jährigen Katharina Indermuehle und ihrer Schulklasse aus Burgdorf an. Sie bringt den Vorstoss der Klasse, kein Arbeitslosengeld mehr zu bezahlen, sondern Arbeitslosendarlehen zu verleihen, aufs nationale politische Parkett. „Es ist mir wichtig, dass wir die Jungen frühzeitig abholen und uns ihre Ideen anhören. Demokratie lebt nur, wenn alle teilnehmen.“ FDP-Ständerat Damian Müller wird einen Vorstoss einreichen, der prüfen soll, wie bessere Berufseinstiegsmöglichkeiten für GymnasiastInnen erreicht werden können und ob ein obligatorisches Praktikum für GymnasiastInnen eingeführt werden soll. Er nimmt sich so dem Anliegen der 25-jährigen Mirjam Bütikofer aus Zürich an, die heute ihre Idee erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Neu dabei in diesem Jahr ist auch der jüngste Nationalrat, Fabian Molina von der SP, er nimmt sich dem Anliegen der 18-jährigen Ronja Fankhauser aus Oberbütschel (BE) an und will sich dafür einsetzten, Hausbesetzungen von leerstehenden Häusern zu erleichtern. Der jüngste Nationalrat Molina hat sich direkt nach seiner Wahl im Frühling dazu entschieden, das Projekt engage.ch zu unterstützen und zeigt sich am heutigen Event im Bundeshaus motiviert: „engage.ch bietet allen Jugendlichen eine tolle Möglichkeit, sich politisch einzubringen. Das Projekt stellt das ideale Bindeglied zwischen der Politik und den Jugendlichen her und holt die Ideen der Jungen optimal ab, und an den Ideen fehlt es ja nicht.“

Onlineplattform und das persönliche Gespräch

Im Rahmen der Kampagne „Verändere die Schweiz!“ wurden zwischen dem 19. Februar bis zum 25. März 328 Anliegen und Ideen von Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren aus der ganzen Schweiz auf der Onlineplattform www.engage.ch eingereicht. Die 14 jüngsten National- und StänderätInnen haben nun je eines der Anliegen ausgewählt und werden es durch parlamentarische Vorstösse, Diskussionen in den Kommissionen oder auf anderen Wegen in die nationale Politik einbringen. Neben der Onlineplattform selber, ist bei der nationalen Kampagne „Verändere die Schweiz!“ auch der persönliche Austausch zwischen den Jugendlichen und den PolitikerInnen wichtig. Dieser Austausch erfolgte heute am 11. Juni im Bundehaus. „Verändere die Schweiz!“ ist nun schon zum zweiten Mal durchgeführt worden. Der DSJ bietet mit diesem Projekt eine Form der politischen Partizipation an, die Jugendliche in ihrem Alltag abholt, und ihnen mit ihren eigenen Ideen den Zugang zur Politik erleichtert.

Nachhaltigkeit als Top-Thema

Die ausgewählten Anliegen decken das ganze politische Spektrum von links bis rechts. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr der Umwelt. So wurden gleich vier Anliegen ausgewählt, um die Schweiz nachhaltiger zu gestalten. Der 23-jährige Sven Egloff aus Mellingen (AG) wünscht sich mehr Vorteile für Elektroautos, um die Nutzung attraktiver zu gestalten. Bei dieser Idee wird er vom CVP-Nationalrat Marco Romano unterstützt. Weniger Foodwaste und mehr Eigenverantwortung wünscht sich die 23-jährige Corina Liebi aus Uetendorf (BE), die SP-Nationalrätin Nadine Masshardt hat sich ihrem Anliegen angenommen und will es in die nationale Politik einbringen. Auch das umweltbewusste Anliegen der beiden Jugendlichen Mattia Cucco 18 und Yasmine Amorim-Esenli 19 aus Sidres (VS) schafft es dank der SP-Nationalrätin Rebecca Ruiz ins Bundeshaus. Die beiden fordern weniger Verpackungsmaterial in Supermärkten. Der mit 16 Jahren jüngste Teilnehmer des heutigen Anlasses, Milo Schefer aus Bern, wünscht sich ein Logo für Palmöl auf der Vorderseite von allen Produkten, die Palmöl beinhalten. Die Nationalrätin der Grünen, Lisa Mazzone, will Milo dabei helfen, sein Anliegen in der politischen Agenda der Schweiz aufzunehmen. Weitere Anliegen, die nun auf nationalem Parkett diskutiert werden, sind:

  • „Die Neutralität der Schweiz in der Verfassung verankern“, eingereicht von Luca Sprecher aus Reinach (BL) und ausgewählt von SVP-Nationalrat Lukas Reimann.
  • „Wohnförderung für Personen in Ausbildung“, eingereicht von Jana Steiner aus Luzein (GR) und ausgewählt von der SP-Nationalrätin Mattea Meyer.
  • „Zusammenarbeit der Post mit ausländischen Postfirmen fördern“, eingereicht von Valerio Paganini aus Bern und ausgewählt von FDP-Nationalrat Philippe Nantermod.
  • „Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehe“, eingereicht von Loïc Kuhn aus Freiburg und ausgewählt von SP-Nationalrat Mathias Reynard.
  • „Förderung von Jugendsport und -Clubs“, eingereicht von Fabian Meier und ausgewählt von FDP-Ständerat Damian Müller.
  • „Günstiger Zugfahren für Jugendliche in Ausbildung“, eingereicht von Livia Wyler und Michèlle Widmer und ausgewählt von der Nationalrätin der Grünen Irène Kälin.

engage.ch – auch eine Partizipationsplattform für Jugendliche in Gemeinden

Die Partizipationsplattform www.engage.ch kann auch während dem ganzen Jahr verwendet werden. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Gemeinden wird sie auch auf lokaler Ebene eingesetzt. Damit erhalten die Gemeinden die Möglichkeit das Engagement von Jugendlichen auf Gemeindeebene zu stärken und die Jugendlichen in die Gemeindestrukturen einzubeziehen. Die Gemeinden werden dabei vom DSJ im gesamten Partizipationsprozess begleitet. Die Onlineplattform wird durch engage-Events ergänzt, an welchen sich Jugendliche mit PolitikerInnen treffen. Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ, der hinter dem Projekt steht, fördert die politische Nachwuchsförderung auch mit weiteren Angeboten: mit der Förderung und dem Support der 73 Jugendparlamente und Jugendräte in der Schweiz sowie mit dem Programm easyvote.

 

Kontakt

Melanie Eberhard, Projektleiterin engage.ch, melanie.eberhard @ dsj.ch, +41 79 935 50 55

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